Florida

 Vor etwa 30.000 Jahren beginnt die Besiedelung des amerikanischen Kontinents von Asien aus über die damals noch landfeste Beringstraße. In mehreren, großen Wanderungsbewegungen verbreiten sich die Jäger und Sammler nach Süden hin über den Kontinent, bis etwa 8000 v. Chr. erste Völker durch das Mississippital auf die Halbinsel Florida einwandern.

Ab 5000 v. Chr. entstehen dauerhafte Ansiedlungen der bis dahin nomadisierenden Völker, die ab etwa 2000 v. Chr. das Töpfern beherrschen und einen aufwendigen Totenkult entwickeln.

Ab 1000 v. Chr. Bau von Bewässerungsanlagen und Kultivierung der Produktionsgesellschaft (Maisanbau). Die Halbinsel ist zur Gänze besiedelt.

Um 1500 n. Chr. wird die Halbinsel von Briten oder Spaniern entdeckt und im Jahr 1502 erstmals auf einer Karte dargestellt.

1513: Juan Ponce de Leon landet nahe der heutigen Stadt St. Augustine und beginnt mit Erkundungen. Florida erhält seinen Namen nach dem Tag seiner Entdeckung am Osterfest: pascua florida. Zu dieser Zeit zählt Florida etwa 10.000 indianische Ureinwohner.

1565: Mehrere Expeditions- und Kolonisierungsversuche sind gescheitert, zuletzt 1561 mit der vorläufigen Aufgabe von Pensacola, Pedro Menendez de Aviles gründet die nun mehr älteste dauerhafte Siedlung in Florida, St. Augustine. Eine Kolonie französischer Hugenotten in Fort Caroline wird von den Spaniern zerstört.

Bis ins 18. Jahrhundert führen die Spanier die Kolonisation Floridas fort, gegen alle Übergriffe von französischer und auch britischer Seite. Versuche der Verteidigung indianischer Stammlande werden niedergekämpft.

1763: Im Tausch gegen Kuba geht Florida an die britische Krone. Die überlebenden Ureinwohner, gerade 200, werden nach Kuba deportiert.

1776: Im Unabhängigkeitskrieg kämpft Florida auf britischer Seite.

1781: Die Spanier setzen sich erneut im Nordwesten des Landes fest. 1793 tauschen sie die Bahamas gegen den Ostteil Floridas ein.

1818: Erster Seminolenkrieg gegen die von Norden her eingewanderten Völker der Creek und Seminoles, die im Süden leben, dazu fortlaufend Grenzstreitigkeiten mit Briten und den USA entlang der Nordgrenze.

1819: Durch neue Gebietsabsprachen fällt Florida an die USA.

1822: Florida wird offiziell US-Territorium.

1824: Gründung der Hauptstadt Tallahassee.

1835 bis 1842: Zweiter Semmolenkrieg, ausgelöst durch die Weigerung der Indianer, ins Reservat in Oklahoma zu gehen; Zwangsdeportationen.

1836: Bau der ersten Eisenbahnlinie im Norden des Landes.

1845: Florida wird mit 58.000 Einwohnern 27. Staat der USA.

1855 bis 1858: Dritter Seminolenkrieg und weitere Deportationen, nur eine kleine Gruppe von Seminolen kann in den Sümpfen untertauchen.

1861: Wechsel zu den Konfoderierten Staaten, Beginn des Bürgerkriegs.

1865: Die Südstaaten kapitulieren; offizielles Verbot der Sklaverei.

1868: Wiederaufnahme Floridas in die Union.

Bis um 1900: Phosphat und Zitrusfrüchte begründen die wirtschaftliche Entwicklung, Entwässerungsprojekte werden gestartet, das Eisenbahnnetz ausgebaut. Nach den Frösten der Jahre 1894 bis 1899 Verlagerung des Anbaus von Zitrusfrüchten in den Süden.

1898: Truppenbasis im spanisch-amerikanischen Krieg um Kuba.

Bis in die 1920er: Die Zuwanderungsrate steigt rasant, Immobilien- und Baubranche boomen bis zur Weltwirtschaftskrise, die, zusammen mit den Hurricanes von 1926, 1928 und 1935, den Zusammenbruch bringt.

1941 bis 1945: Die Everglades werden Ausbildungsort für Piloten und Nahkämpfer. Nach Kriegsende beginnt von Norden der Zuzug der Snowbirds, wohlhabender Pensionäre, die hier den Lebensabend verbringen.

1958: Erste NASA-Satelliten starten von Cape Canaveral.

1969: Apollo 11 - die ersten Männer auf dem Mond starten in Florida.

1970: Florida erhält offiziell den Beinamen Sunshine State.

1971: Walt Disney World bei Orlando wird eröffnet.

1981: Start des ersten Space Shuttle.

1984: An Weihnachten bringt Hurricane Lili Verwüstung und Zerstörung.

1985 ist das Jahr der Katastrophen - große Waldbrände und drei Hurricanes verwüsten weite Teile des Landes, dazu macht der ungewöhnlich starke Frost alle Hoffnungen auf eine gute Zitrusernte zunichte.

1986: Die Raumfähre Challenger explodiert kurz nach dem Start - sieben Besatzungsmitglieder finden den Tod.

1989/1992: Hurricane Hugo rast mit mehr als 240 km/h über das Land, während Andrew eine Spur hinterläßt, die heute noch erkennbar ist.

1996: Disney World begeht in ausgedehnten Feiern - per Live - Zuschaltung aus dem Weißen Haus und unterstützt von wohlwollenden Worten des Präsidenten - die 25-Jahr-Feier ihres Bestehens.

2001: Der Präsident George W.Bush weilt in Florida ( zu Besuch in einem Kindergarten ) als in New York am 11.September die Twin Towers ( World Trade Center ) durch einen Terroranschlag zerstört wurden. Dabei kamen
2602 Menschen ums Leben.

2003: Das amerikanische Space-Shuttle - Columbia, zerbrach 15 Minuten vor der geplanten Landung in ca. 60km Höhe am Himmel über Texas in mehrere Teile und verglühte. Von der 7-köpfigen Besatzung hat niemand den Absturz  überlebt. Damit handelt es sich um das schwerste Unglück in der Geschichte der bemannten Raumfahrt.

2004: Hurrikan Ivan fegt über das Land. Mit Windgeschwindigkeiten bis zu 270 km/h, 124 Opfern, 19,2 Milliarden US$ Schaden und Wellen, die 27m hoch waren. Es war dies einer der schlimmsten Katastrophen.
Im Jahre 2010 will die World Meteorological Organization den Namen streichen und durch Igor ersetzen.

2005: Wilma, der 12 Hurrikan im 2005 übertraf alle bisherigen Hurrikans :
bis zu 340 km/h Windgeschwindigkeit und mehr als 30 Milliarden US$ Schaden. Die Verwaltung Kubas hatte über 625.000 Menschen aus dem Westen des Landes evakuiert und in Sicherheit gebracht
Hurrikan Katarina, der über New Orleans tobte, hinterliess ebenfalls schreckliche Bilder. Über 1800 Tote und mehr als 81 Milliarden US$ Schaden.

 2006: Expedition Everest. - Disney's Animal Kingdom neuste Attraktion  wird eröffnet. Es handelt sich hier um einen Roller Coaster, der mit 50 mph mitten durch Berge und Täler rast.

 2007: Die Bewohnerzahl von Florida übersteigt das erste mal 18 Millionen.

2008: Terror in Orlando hat am International Drive eröffnet. Diese Spuk-Attraktion bietet zwei einzigartige Horrorerlebnisse - “Mayhem Manor” und
“3-D Funhouse” - mit jeder Menge Schrecken für alle. Im “Manor” werden die bizarren Experimente von Dr. Morphius Mayhem vorgestellt, während im “Funhouse” die düstere Welt von Kilmor, dem Clown, im Mittelpunkt steht.

2009: Die Bankenkrise schwappt von den USA auch auf Europa. Namhafte Banken und Firmen gehen Pleite. So auch die Grösste Bank Floridas : Bank United Financial Corp. In den USA ist das bereits die 34. Bankenpleite.
Ein Jahr zuvor traf es die Washington Mutual. Sie hatte eine Bilanzsumme von mehr als 300 ( 300'000'000'000 ! ) Milliarden Dollar. In Europa wird zum ersten mal von einer Wirtschaftskrise gesprochen.
 

Startseite
Florida
Merritt-Island
Riverside
Links


zum Seitenanfang

zum Seitenanfang

zum Seitenanfang

zum Seitenanfang

zum Seitenanfang